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Eigenrieder Geschichte

Eigenrieden ist ein ziemlich altes Dorf. Es entstand im späten Mittelalter. So haben wir hier was für Geschichtsinteressierte aufgeschrieben:
Eine Urkunde aus dem Jahr 1246 ist es, die den ersten schriftlichen Hinweis auf die Existenz einer Siedlung mit dem Namen „Oygeriedin“, also Eigenrieden, gibt. Ein „Heinricus de Oygeriedin“ tritt als Zeuge einer amtlich besiegelten Schenkung auf, die zugunsten des Deutschherrenordens bei Sankt Marien in Mühlhauen erfolgt und diesem die Besitzrechte von Pfafferode überträgt.
Von nun an sind die von Eigenrieden bis ins Jahr 1472 nachweisbar. Das Geschlecht der Herren von Eigenrieden spielte offenbar eine Schlüsselrolle für die Existenz des Ortes. Historiker nehmen an, dass diese Herren so genannte Reichsministerialen waren, also königliche Beauftragte, denen Verwaltung und Schutz der Reichsgüter vom König übertragen wurden.
Das Gebiet um Eigenrieden gehörte zu einem umfangreichen Reichsgutsbezirk im Umfeld der Königshöfe Mühlhausen und Eschwege.
Westlich der Ortslage wurde im Mittelalter, 14. Jahrhundert, mit dem Bau des
Mühlhäuser Landgrabens begonnen. Dieser Wall diente dem Schutz des ehemaligen Königsgutsbesitzes der freien Reichsstadt Mühlhausen und schloss Eigenrieden mit ein. Der Eigenrieder Abschnitt der Befestigungsanlage ist als Doppelgraben-Wallanlage ausgeführt. Am Westrand befand sich mit der Eigenrieder Warte ein bewachter Tordurchlass und Meldeposten für Mühlhausen. Teile der Eigenrieder Warte sind bis heute erhalten geblieben. Die historische Wallanlage „Landgraben“ ist vor allem bei Wanderern ein beliebtes Kulturdenkmal. Ein sehenswerter naturnaher Buchenwald hat sich darauf entwickelt, durch den ein schmaler, etwa 26 Kilometer langer Pfad bis nach Sollstedt führt.

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