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Dorfkirche St. Ulrich

Im Jahr 1246 wird Eigenrieden erstmals urkundlich erwähnt. In der Forschung zur Geschichte über Dorf und Dorfkirche wird davon ausgegangen, dass die Anfänge im 11. Jahrhundert zu finden sind. So verweist das Ulrichs-Patrozinium auf den im Jahre 993 heilig gesprochenen Bischof Ulrich von Augsburg.

Im Jahr 1525 werden Dorf und Kirche im Bauernkrieg zerstört. Schon ein Jahr später allerdings vermeldet die Chronik die Weihe der wiederaufgebauten Kirche und für 1557 die endgültig gesicherte Reformation. 1620 wurde ein neuer Kirchenbau vollendet, der aber nur ein Dutzend Jahre später - der Dreißigjährige Krieg tobte - in Schutt und Asche fiel. Dörfliches Leben ohne Kirche: damals undenkbar. Bereits 1650 /51 wurde sie wiedererrichtet, wenngleich als einfacher Bau. Diese Kirche wurde offenbar sehr schnell baufällig. Sie wurde laut Chronik am 24. Mai des Jahres 1725 abgerissen. Schon wenige Tage später, am 29. Mai 1725, erfolgte die Grundsteinlegung für den neuen, größeren Bau. Noch im gleichen Jahr konnte der Rohbau abgeschlossen werden. Wesentlich länger, vermutlich weil kostenintensiver, zog sich die Fertigstellung der Ausstattung hin. 1731 leistete sich die Gemeinde die erste Orgel, die Johann Wilhelm Beyert aus Wanfried baute. Anfang der 1730er Jahre wurde auch die Emporenanlage fertig. 1752 wurde es, bis eine Mühlhäuser Werkstatt ihre Arbeiten am neuen barocken Altar beendete. Im Jahr darauf begann der Mühlhäuser Maler Hermann Bauer, das imposante, die gesamte Tonne überspannende Deckengemälde mit den Evangelistendarstellungen und dem über allen thronenden dreifaltigen Gott im Zentrum zu übertragen. Diese Arbeiten wurden zwei Jahre später, 1754, beendet. Hermann Bauer setzte damit ein geschlossenes protestantisches Bildprogramm um.

Quellen: www.outdooractive.com; „Von Oygeriedin nach Eigenrieden – 750 Jahre Dorfgeschichte“ von Dr. Rolf Luhn

Fotos: Iris Henning, Peter Henning

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