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Besuch beim Glasbläser

Feuer und Flamme: In der Eigenrieder Hof-Werkstatt von Rüdiger Hildebrandt entstehen zerbrechliche Schönheiten

Die Kunst des Glasbläsers ist eine heiße Sache. 850 Grad Celsius braucht Rüdiger Hildebrandt, um aus Weichglas die schönsten Formen herzustellen. Doch nicht nur die Kunst aus Glas ist faszinierend.

Eine faszinierende Angelegenheit ist die Arbeit des Glasbläsers selbst. In der Höllenhitze der Glasbläserlampe dreht er das Rohmaterial, bis es glüht und zu schmelzen scheint. Jetzt ist der Augenblick gekommen. Wie Zauberei scheint es, wenn die Glasröhren oder -stäbe durch den Atem des Glasbläsers Formen annehmen: Sie werden zur Kugel, zur Vase, zum Becher oder zur Schale. Manches Glas wird zum filigranen Gehänge, zum Goethe-Barometer oder zum lustigen Flaschenteufel.

„Glas ist etwas ganz Wunderbares. Man kann mit ihm experimentieren, Formen ausprobieren, es ist sehr vielseitig“, ist Rüdiger Hildebrandt selbst Feuer und Flamme für sein Kunsthandwerk.

Gern öffnen der Glasbläser und seine Frau Christa ihr kleines Hof-Atelier für Neugierige: „Wenn die Leute sehen, wie viel Arbeit in so einem Glas, einer Kugel oder Trinkbecher steckt, haben sie später eine ganz andere Beziehung dazu“, sagt der Glasbläser. Manche kommen dann mit speziellen Wünschen, etwa Kelche oder Glasbecher nach historischen Vorlagen oder Weingläser nach individuellen Vorstellungen.

Gern erinnert sich Rüdiger Hildebrandt auch an die vielen Ausstellungen, an denen er bereits beteiligt war, so in Göttingen, Dortmund, Kassel, Berlin, Rotenburg und Spyer sowie im Museum in Mühlhausen und im Rittersaal auf der Creuzburg. Auch in der französischen Partnerstadt von Mühlhausen, in Tourcoing, fanden seine filigranen Kunstwerke große Beachtung. Zu den prominentesten Gästen in seinem Atelier zählte übrigens schon die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Sie war besonders von einer bestimmten Art von Kugeln begeistert. Farbige Verzierungen, die wie kleine Figuren wirken, sind nicht Außen angebracht, sondern schimmern aus dem Inneren der Kugel. Auf diese Kugeln hat der Glasbläser sogar einen eigenen Musterschutz beim Patentamt. „Frau Süssmuth hat 30 Stück von diesen kleinen Kunstwerken bestellt“, ist der in Eigenrieden lebende Glasbläser noch heute stolz.

Sie möchten einen Atelierbesuch vereinbaren:
Sprechen Sie uns an. Wir organisieren für Sie die Begegnung mit dem Blasgläser.(Atelierbesuche für 2 bis maximal 8 Personen / ab 20 Euro)

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